Ob als cremiger Matcha Latte, im Smoothie, auf dem Frühstück oder im Dessert, das grüne Pulver ist erstaunlich vielseitig.
Doch hinter der auffälligen Farbe steckt eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte. Matcha wird anders angebaut, anders verarbeitet und sogar anders getrunken als klassischer Grüntee. Und genau das macht ihn so besonders, und in der heutigen Social-Media-Welt sogar missverstanden.
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Vom Teeblatt zum grünen Pulver
Matcha stammt wie andere echte Tees aus der Teepflanze Camellia sinensis. Der entscheidende Unterschied beginnt allerdings schon einige Wochen vor der Ernte: Die Teesträucher werden beschattet und bekommen dadurch deutlich weniger Sonnenlicht.
Diese ungewöhnliche Anbaumethode verändert die Zusammensetzung und das Aroma der Blätter. Unter anderem bildet die Pflanze mehr Chlorophyll und L-Theanin. Beide Bestandteile tragen wesentlich zum charakteristischen Aussehen und Geschmack von Matcha bei. Das Ergebnis ist die intensive grüne Farbe und das für hochwertigen Matcha typische, komplexe Aroma mit einer überraschend deutlichen Umami-Note.
Nach der Ernte werden für hochwertigen Matcha die Stängel und Adern der Blätter entfernt. Das verbleibende Blattmaterial (die sogenannte Tencha) wird anschließend extrem aufwändig zu einem feinen Pulver vermahlen.
Die Arbeit, die hinter dem Matcha-Anbau steckt, spiegelt sich in der traditionellen Trinkweise wider. In der japanischen Kultur gilt Matcha als Getränk, welches ausschließlich an wichtigen Tagen oder Zeremonien mit der ganzen Familie oder im Freundeskreis getrunken wird.
Die Zen-Mönche wussten es schon
Matcha ist deswegen keineswegs eine Erfindung des modernen westlichen Wellness-Trends.
Pulverisierten Tee gab es schon sehr lange in China, bevor er im 12. Jahrhundert nach Japan gelangte, wo er sich weiterentwickelte und schließlich eng mit dem Zen-Buddhismus und der japanischen Teekultur verbunden wurde. Der buddhistische Mönch Eisai wird dabei häufig als eine Schlüsselfigur bezeichnet.
Zen-Mönche schätzten Matcha unter anderem im Zusammenhang mit langen Meditationsphasen. Später entwickelte sich daraus eine ausgeprägte japanische Teekultur mit eigenen Regeln, Ritualen und ästhetischen Prinzipien.
Matcha war also schon ziemlich lange da, bevor das Pulver auch in verschiedene andere Produkte eingefügt wurde. Bei uns zum Beispiel in eine glutenfreie Mixitka oder in unsere genussvoll grüne Matcha-Mixitella.


Die richtige Temperatur macht den Unterschied
Wenn man zum ersten Mal versucht, ein Glas leckeren Matcha zuzubereiten, stößt man oft auf ein Problem: Der Matcha schmeckt bitter, ja sogar viel zu sehr nach frisch aus dem Boden gerissenem Gras. So etwas kann vorkommen, wenn man ihn mit zu heißem Wasser zubereitet hat.
Sehr heißes Wasser kann das Geschmacksprofil deutlich beeinflussen und unangenehme Bitterkeit hervorheben. Für die klassische Zubereitung werden Temperaturen um 70 bis 80 °C empfohlen. Dabei wird das Pulver zunächst mit etwas Wasser zu einer glatten Paste verrührt und anschließend mit weiterem Wasser aufgeschlagen.
Traditionell übernimmt diese Arbeit ein Bambusbesen, der sogenannte Chasen. Mit schnellen Bewegungen entsteht die typische feine Schaumschicht auf der Oberfläche. Auch wir bieten euch frischen Matcha zum Selbermixen an. Matcha kann man heutzutage aber auch kühl genießen, das beweist zum Beispiel unser leckerer Matcha-Hafer-Drink.


Mittlerweile kennt jeder Matcha, aber diese Fun-Facts werden euch verblüffen
Das Zermahlen des Pulvers ist ein komplizierter und langwieriger Prozess. Eine Stunde Mahlen ergibt gerade einmal 30 Gramm des feinen Pulvers.
Schon Samurais nutzten Matcha als Beruhigungsgetränk vor Kämpfen, da der Tee die Konzentration stärkt, aber gleichzeitig nach dem Abbau des Koffeins keine Müdigkeit auslöst.
Matcha enthält wertvolle Antioxidantien, welche unter anderem für eine gesündere Haut sorgen können.
In China wurde Matcha in der Tang-Dynastie als Heilmittel eingesetzt. Rund 1000 Jahre später konnte die moderne Wissenschaft bestätigen, dass Matcha durchaus heilende Eigenschaften hat.
Entscheidend für die Emulsion des Matcha ist sein Zermahlen. Die Partikel von Matcha sind mikroskopisch klein und müssen zwischen 5 und 10 Mikrometern liegen. Nicht einmal ein menschliches Haar ist so breit.











